Die Crew – Im All hört dich keiner stechen

Das kooperative Stichspiel von Kosmos

Das Stichpiel The Crew von Kosmos ist ein ganz heißer Anwärter auf das Spiel des Jahres 2020

Überall pfeifen es die Astronauten von ihren Raketen: Die Crew von Kosmos ist DAS neue Kartenspiel schlechthin, jeder hat es zu probieren und jedem hat es gefälligst auch zu gefallen. Bei der Jury von der Spiel des Jahres ist das Spiel schon jetzt Gesprächsthema Nr. 1 und mit Sicherheit ein heißer Anwärter auf die begehrte Auszeichnung mit dem roten Pöppel. Warum? Der bis dato unbekannte Autor Thomas Sing, der in Koblenz einen Kiosk betreibt, hat sich zwei funktionierende Dinge zur Brust genommen und diese miteinander verbunden: Kooperativ Spielen und Stiche machen. Kennt jeder, mag jeder! Das kooperative Stichspiel von Kosmos ist auch in ca. 5 Minuten erklärt und schon können 3 – 5 Spieler sich auf eine spannende Mission ins All begeben. Wie schon gesagt ist Die Crew ein Stichspiel.

Auf vielen Familientischen werden Stichspiele wie Wizard & Co. gerne gespielt. Die Crew landet auf den Tischen dieser Welt, weil man nun nicht mehr kompetitiv versucht dem Opa einen Stich rein zu drücken, sondern gemeinsam mit ihm durch die Galaxie schwebt und möglichst viele Missionen erfolgreich meistern möchte. Das Spielprinzip ist furchtbar simpel hat aber einen interessanten Kniff. Die Grundregeln eines Stichspiels sind hier präsent: Karten spielen, Farbe bedienen, die höchste Karte gewinnt den Stich. Zu Beginn jeder Mission gibt es Plättchen und Karten die von bestimmen Spielern erfüllt werden müssen. Liegt eine Rote 5 als Missionsziel vor einem Spieler, muss dieser gemeinsam mit seinen Mitstreitern nun versuchen genau diesen Stich auch zu bekommen. Klingt ganz einfach, kann aber richtig knifflig sein. So kommt es schnell zu dem Ausruf: Noch ne Runde! Jetzt schaffen wir das aber… Und zack sind ein paar Stunden gefüllt und die Zeit fliegt dahin wie eine Rakete in Lichtgeschwindigkeit. Genau das macht den Reiz von Die Crew aus und wird Kosmos vor Weihnachten sicherlich viele Verkäufe bescheren.

  • Verlag & Spieleautor

    KOSMOS, Thomas Sing

  • Spieleranzahl & Spieldauer

    3 – 5 (mit 2 Spielervariante), zwischen 5 und 25 Minuten

  • Art des Spiels & Thema

    Stichspiel, kooperatives Spiel, Kartenspiel, Weltall

FAZIT

Hat den absoluten “Will-nochmal-Faktor”, Kartenartwork und Kartenqualität ist eher mittelmäßig, der 2-Spieler Modus ist ziemlich lahm. Sweet Spot: zu viert!

Die Vulkaninsel von Kosmos erhitzt die Gemüter

Die Vulkaninsel ist das dritte Adventure Game von Kosmos und ab 12 Jahren spielbar

Hand aufs Herz: Für die EXIT Games von Markus und Inka Brand bin ich einfach zu doof! Umso schöner, dass KOSMOS mit den Adventure Games vor kurzer Zeit für neuen Wind im kooperativen Rätsel-Spiele-Bereich gesorgt hat. Mit “Der Vulkaninsel” erscheint nach “Der Monochrome AG” und “Das Verlies” bereits das dritte Abenteuer dieser storybasierten Rätselspiele für 1-4 Gamer. Unterstützt wird das ganze Spielerlebnis von einer App, die mit tollen Vorlesern durch die Geschichte leitet. Gemeinsam gilt es nun die Geschichte hinter dem Spiel gemeinsam zu entdecken und dabei kleine Rätsel zu lösen. Das witzige dabei man kann Karten per Zahlencodes kombinieren und so ist es möglich aus ein paar Zweigen und grüner Wolle einen Mini-Yoda herzustellen. Als wäre KOSMOS in die Zukunft gereist und hätte bei “The Mandalorian” abgeguckt. An alle die die Disney + Serie noch nicht angefangen haben: Holt es schleunigst nach.

Zurück aber zu den Adventure Games von Kosmos. Gefielen uns der erste und zweite Fall sowohl von der Spieldauer als auch von der Story her sehr gut, fiel der dritte Fall leider etwas ab. Die Story fing super an, verlor sich nach einer sehr langen Spieldauer nach 5 Stunden dann doch irgendwie in einer Sack-Gasse. Nun hatten wir auch den Hinweis in der Anleitung ignoriert das Spiel in Häppchen zu genießen. Selber schuld, nach Stunden waren wir als “gefangen” und kamen nicht mehr weiter… Die Motivation dann noch nach zig Hinweisen zu suchen ging gegen Null und so mussten wir das Szenario noch vor Auflösung der Story beenden. Da hatte uns die Geschichte aber auch schon verloren… Die ist nicht ganz so schön verwoben wie in den ersten beiden Spielen. Die App-Vorlese-Funktion ist allerdings wieder mal richtig toll. Für mich als Münchner Kindl war es total witzig einen bayrischen Einsiedler sprechen zu hören. Solltet ihr euch mit mehren Personen an die Vulkaninsel heranwagen plant sehr viel Zeit und ein paar längere Pausen ein oder trefft euch mehrfach um den Fall durchzuspielen.

  • Verlag & Spieleautor

    KOSMOS, Phil-Walker Harding

  • Spieleranzahl & Spieldauer

    1 – 4 Spieler, ca. 4 Stunden

  • Art des Spiels & Thema

    kooperatives Story-Game, Rätsel, Abenteuer

FAZIT

Der bisher für uns schwächste Fall der Reihe… Ohne App würden wir das Spiel aufgrund der vielen vielen Vorlese-Texte niemandem empfehlen. Der Karten-Kombinier-Effekt ist nach wie vor sehr witzig.